St. Sebastianus J�ger Corps D�sseldorf-Hamm

Rückblick

Schützenfest vom 31.08. bis 03.09.2103

 

Das Fackelrichtfest am Abend vor dem diesjährigen Schützenfest bildete den krönenden Abschluss der dreiwöchigen Fackelbauarbeiten im Hause Leuchtenberg. Während die beiden Familien Leuchtenberg und ihre Helfer für ein perfektes Funktionieren des Festes nach dem Rechten sahen, sorgten die Musikkapelle Dreier und das Hammer Fanfarencorps für die musikalische Unterhaltung und gute Laune. Dieses Richtfest ist inzwischen bei einigen Nachtschwärmern beliebter Anlaufpunkt und Zufluchtsort

 

Am Samstagabend vor dem Fackelzug war das Haus Leuchtenberg schon wieder Schauplatz eines Überraschungsbesuches aus Anlass des 75. Geburtstages von Änni Leuchtenberg. Neben den musikalischen Glückwünschen überbrachten Josef Andree als 1. Vorsitzender des Jägercorps und Willi Andree als Chef der Bruderschaft ihre herzlichen Glück- und Segenswünsche. Nach dem Fackelzug mit großartigen Mottowagen durch die beleuchteten Straßen des Ortes wurde im Festzelt unser Fackelwagen, der einen Nachbarschaftsstreit parodierte, mit einem beachtlichen 5. Platz und einem Geldpreis belohnt. Ein Dank geht an alle Mitwirkenden für ihre gelungene Arbeit. Die Kinder des Jägercorps gingen auch nicht leer aus und erhielten für ihre Fackel eine Anerkennungsprämie.

 

Am Sonntag wurde zunächst für das große Vereinsbild fotografiert, um dann vor der Pfarrkirche St. Blasius zum Antreten und Totengedenken Aufstellung zu nehmen. In einer Linie angetreten, bot das Jägercorps einen imposanten Anblick. Als rechte Hand des Hauptmanns fungierte diesmal Peter Schäfer, der den verhinderten Ralf Haug als Spieß standesgemäß vertrat und mit unerbittlicher Aufmerksamkeit die Disziplinlosigkeiten der Kameraden während der Festtage notierte. Auch Rolf Schiefer, der sich zum ersten Mal beim Schützenfest in seiner Funktion als Major bewähren musste, hatte alles im Griff und lud anschließend zum Biwak auf seinen Hof ein.

 

Beim Biwak standen nicht nur Geselligkeit und Musik auf dem Programm, sondern vor allem Begrüßungen und Ehrungen. Nachdem Josef Andree die Ehrenmitglieder willkommen geheißen hatte, wurden die für das Schützenfest unverzichtbaren Klangkörper begrüßt, an der Spitze das Tambourcorps Rheinklang Mündelheim, dann die Musikkapelle „Orchester ArDo“ sowie das Fanfarencorps Düsseldof-Hamm. Auch die Gäste aus Eckum, das Artilleriecorps, wurden nicht vergessen.

 

Es folgte dann die Verleihung der Orden an die erfolgreichen Pfänderschützen des Kompanieschießens. wobei Kompaniekönig Matthias Kollenbroich noch als Zugabe die Kompaniekönigskette erhielt. Dem 2. Vorsitzenden Herbert Tomm blieb es vorbehalten, die Verdienste und das Engagement von langjährigen Mitgliedern zu loben und diese auszuzeichnen.

 

Ein erster Höhepunkt am Nachmittag war der große Festzug mit anschließender Parade, wobei wieder die für das Schützenfest in Hamm bekannte, eindrucksvolle Anzahl von Musikern den Marschrhythmus bestimmte. Erfreulicherweise konnten wir diesmal die spezielle Blumenhörnerparade mit 2 Blumenhörnern verschönern. Nach der Ankunft im Festzelt wurden u.a. auch 2 Jägerkameraden in Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste Auszeichnungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften verliehen, und zwar an Klaus Röckrath der hohe Bruderschaftsorden und an Josef Piel das St. Sebastianus Ehrenkreuz. Letzterer war so perplex, dass er von der Würdigung des Bezirksbundesmeisters Karl-Wilhelm Hahnen nicht viel mitbekam.

 

Am Abend schossen die Jungschützen ihren Jungschützenkönig aus. Die Königswürde errang Dominik Stoffels von der St. Hubertus Kompanie. Beim nachfolgenden Jungschützenkönigsball hatten die Programmmacher einen Neuanfang gewagt und dabei einen guten Mittelweg gefunden, der für alle Anwesenden Unterhaltsames bot.

 

Der Montag begann zunächst mit dem Biwak beim Hauptmann Willi Leuchtenberg. Das Haus Leuchtenberg hatte wieder ganze Arbeit geleistet und bestens für Getränke und Verpflegung gesorgt. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, untermalt mit den musikalischen Darbietungen der Kapellen. Nach dem Festzug und der Parade wurde gegen 19.00 Uhr die Frage beantwortet, wer neuer Regimentskönig der Bruderschaft wird. Klaus Küpper von der St. Hubertus Kompanie ist der Glückliche. Zusammen mit den beiden Brudermeistern und Vereinskameraden Rüdiger Britschok und Herbert Busch wird er die Bruderschaft ins neue Schützenjahr führen. Der Montag wurde dann abgeschlossen mit dem Ball der jeweiligen Kompaniekönigspaare, bei dem unser Kompaniekönig Matthias Kollenbroich und Königin Melanie vom Jägervolk gebührend bejubelt wurden.

 

Wer am Kirmesdienstag anwesend war, konnte einiges erleben. Hieran hatte die St. Hubertus Kompanie in ihrem kollektiven Freudentaumel maßgeblichen Anteil, da diese zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Jungschützenkönig vorweisen und zudem den neuen Regimentskönig präsentieren konnten. Aber der Reihe nach. Nach der Schützenmesse wurden im Festzelt wieder verdiente Schützen für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Aus unseren Reihen waren dies die Kameraden Werner Schnitzler und Josef Tappertzhofen, die seit 65 Jahren den Schützen die Treue halten.

 

Den ersten Akzent setzte die Hubertus Kompanie bei der Parade an der Kirche, als sie mit ihren Fackeln ein optisches Spektakel boten. Beim abendlichen Krönungsball ließen sie zu Ehren des Jungschützenkönigspaars sowie des neuen Regimentskönigspaars und der beiden neuen Brudermeisterpaare den Musikverein Frohsinn Norf aufmarschieren, der mit einem beschwingten Melodienreigen glänzte und das ganze Festzelt auf Hochtouren brachte. Die Hubertus Kompanie sattelte mit der Einladung der kölnischen Kultband „Die Räuber“ noch einen drauf, die dann zu später Stunde den musikalischen Schlusspunkt setzte. Man kann ohne Zweifel und Übertreibung sagen, dass der Krönungsball ein großartiges Erlebnis war.

 

Für zahlreiche Jägerkameraden war am Mittwoch eine Revitalisierung durch eine stärkende Maßnahme angesagt. Mit anderen Worten, man traf sich bei Peter und Sieglinde Burchartz zum Rettichessen. Peter Burchartz hatte zum 45. Mal zu diesem lockeren und zwanglosen Treff eingeladen, mit dem das diesjährige Schützenfest ausklang.