{"id":227,"date":"2022-08-08T18:54:28","date_gmt":"2022-08-08T18:54:28","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.hammer-jaegercorps.de\/wordpress\/?page_id=227"},"modified":"2022-08-08T19:03:50","modified_gmt":"2022-08-08T19:03:50","slug":"1946-2000","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hammer-jaegercorps.de\/index.php\/1946-2000\/","title":{"rendered":"1946 &#8211; 2000"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem am 08.05.1945 die bedingungslose Kapitulation der Reichsregierung in Kraft getreten war, lag halb Europa in Schutt und Asche. Trotz aller furchtbaren Ereignisse, die auch in den Reihen unseres Vereins schmerzliche L\u00fccken hinterlassen hatten, waren doch Anfang 1947 Bestrebungen im Gange, die Gemeinschaft wieder neu aufleben zu lassen. Mit dem Sch\u00fctzenfest 1947 konnte erstmals wieder repr\u00e4sentiert und die Grunds\u00e4tze der Bruderschaft \u00f6ffentlich dokumentiert werden. Der Regimentsk\u00f6nig wurde mit der Armbrust geschossen und mangels eines Zeltes musste der Bunker f\u00fcr die Kirmestage herhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl das J\u00e4gercorps 1949 bereits \u00fcber die stattliche Anzahl von 54 aktiven Mitgliedern verf\u00fcgte, konnte aufgrund der W\u00e4hrungsreform die Finanzierung der Sch\u00fctzenfeste der Nachkriegsjahre nur durch Opfer der aktiven und passiven Mitgliedern gesichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des 500-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der St. Sebastianus-Sch\u00fctzenbruderschaft D\u00fcsseldorf-Hamm im Jahre 1958 hatten sich die Mitglieder des J\u00e4gercorps entschlossen, das 75-j\u00e4hrige Stiftungsfest des Vereins vorzuziehen. Sorge bereitete allerdings die Erstellung der Festschrift, da man sich durch die Vorverlegung selbst unter Zeitdruck gesetzt hatte. Stolz konnte das Corps im abendlichen Fackelzug zu Beginn des Sch\u00fctzenfestes 1957 mit zwei Gro\u00dffackeln aufwarten und trotz starker Konkurrenz den ersten Preis erringen. Der speziell f\u00fcr das Jubil\u00e4umsjahr zusammengestellte Zug, an der Spitze das Tambourcorps aus Niederkassel, dann ein Fanfarencorps aus Neuss-Reuschenberg sowie die Rheinbahnkapelle D\u00fcsseldorf, sowie die prachtvollen Blumenh\u00f6rner hatten bei der Sonntagsparade leider nicht die erhoffte gro\u00dfe Wirkung, da zu Beginn f\u00fcrchterliche Regenf\u00e4lle Zuschauer und Sch\u00fctzen zwangen, das Feld fluchtartig zu r\u00e4umen. Auch montags mussten Regenpausen eingelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss des Sch\u00fctzenfestes 1960 konnte am Kirmesmittwoch zum letzen Mal ein Hahnenk\u00f6nig unseres Corps geehrt werden, da diese alte Tradition aufgegeben wurde. An Stelle dieser Veranstaltung ist das Rettichessen im Hause von Peter Burchartz getreten, welches damit den Abschluss des Sch\u00fctzenfestes bildet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Anlass des 80-j\u00e4hrigen Bestehens wurde 1963 eine kleine Festschrift erstellt, in der in Wort und Bild auf die Geschichte des Vereins und der Gemeinde Hamm eingegangen wurde. Auch wurden speziell die Kameraden gew\u00fcrdigt, die bereits eine 25-j\u00e4hrige und sogar 40-j\u00e4hrige Zugeh\u00f6rigkeit zum Verein aufweisen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 11.02.1973 erfolgte eine au\u00dferordentliche Versammlung, um den Rahmen des bevorstehenden 90. Stiftungsfestes abzustecken. Als Ort der Veranstaltung wurde das Hotel Inter-Continental und als Termin der 27.10.1973 festgelegt. In einer Zeitungsnotiz vom 25.10.1973 wurde vermerkt, dass sich der erste \u201eSeitensprung\u201c des Corps aus Kappes-Hamm \u00fcberaus erfolgreich gestaltet, da der &nbsp;Ball f\u00fcr \u00fcber 400 G\u00e4ste bereits am Vortag ausverkauft war. Eine nach dem Fest erschienene Zeitungsnotiz lautete wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e&#8230;Doch nicht nur Ehrungen standen auf dem Programm, sondern auch musikalische Darbietungen der Kapelle Claus Clasen und des Hammer Fanfarencorps. Franz Ketzer machte die Conf\u00e9rence, Mundartdichter Karl Fraedrichs trat auf. Mit Sch\u00fctzenchef Willi Franken und dem Vorstand der Hammer Sebastianer hatten viele Sch\u00fctzen Spa\u00df an dem geselligen Abend, der 300 Gewinnern bei der Tombola noch \u00dcberraschungen bot.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>1983 konnte das J\u00e4ger-Corps sein 100-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiern. Die bis zu diesem Zeitpunkt stattgefundenen Ereignisse in der Vereinsgeschichte sowie die handelnden Personen wurden mit Liebe zum Detail sachlich, aber auch mit vielen humorvollen Anmerkungen in der Jubil\u00e4umsfestschrift wiedergegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Vorbereitungsphase wurde nach eingehender Diskussion entschieden, die Feiern zum 100-j\u00e4hrigen Stiftungsfest auf zwei Veranstaltungen aufzuteilen, und zwar am Pfingstsonntag in Form eines Biwaks mit musikalischer Unterhaltung auf dem Schulhof und im November im Rahmen eines Festballs.<\/p>\n\n\n\n<p>Pfingsten war schon immer vorwiegend von weltlichem Brauchtum bestimmt. Aber ein kleines \u201ePfingstwunder\u201c konnten wir dennoch verzeichnen, denn obwohl der Monat Mai bis dahin total verregnet war, hatten wir am Pfingstsonntag (22.05.1983) Aufheiterungen mit viel Sonnenschein. S\u00e4mtliche Hammer Fahnenabordnungen nebst vielen Sch\u00fctzen, der Vorstand der Hammer Bruderschaft, Sch\u00fctzenabordnungen der J\u00e4ger aus Flehe und Volmerswerth, die St. Martin Kompanie aus Bilk nebst ihrem Sch\u00fctzenchef und Ratsherr Franz Ketzer sowie der Oberb\u00fcrgermeister Josef K\u00fcrten hatten sich zum Festhochamt zusammengefunden. Eine Hornbl\u00e4sergruppe aus K\u00f6ln gab dem Hochamt einen weiteren festlichen Rahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Hochamt und der anschlie\u00dfenden Gefallenen- und Totenehrung wurde auf dem Schulhof ein mit 4 Kapellen gestaltetes Platzkonzert geboten. F\u00fcr Verpflegung jeglicher Art war bestens gesorgt. R\u00fcckwirkend bleibt festzuhalten, dass es ein Superfest und ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr das J\u00e4gercorps war. Anzumerken bleibt noch, dass am Nachmittag des Pfingstmontags wie gewohnt wieder der Regen einsetzte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das zun\u00e4chst ausgesuchte Kempinski Hotel infolge der Pleite des Neusser Rheincenters nicht mehr zur Verf\u00fcgung stand und auch die bereits verpflichteten K\u00fcnstler ihre Termine nicht verschieben konnten, hatten wir wiederum das Gl\u00fcck, einen Saal im Hotel Inter-Continental reservieren zu k\u00f6nnen. So konnten wir am 05.11.1983 mit einem glanzvollen Fest gemeinsam mit den Hammer B\u00fcrgern unser Jubil\u00e4um feiern.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00fcrde den Rahmen sprengen, die Ereignisse bis zur Jahrtausendwende aufzuz\u00e4hlen. So viel sei gesagt, die nachfolgenden Sch\u00fctzenjahre waren gepr\u00e4gt durch generationsbedingte \u00c4mterwechsel, Trauer \u00fcber verstorbene Kameraden, Freude \u00fcber Ehrungen und Jubil\u00e4en von Kameraden und goldene Hochzeiten sowie die allj\u00e4hrlichen vom Verein au\u00dferhalb des Sch\u00fctzenwesens durchgef\u00fchrten Veranstaltungen wie Auftritt der vereinseigenen Theatergruppe vor den Karnevalstagen, den abwechselnd von den einzelnen Z\u00fcgen akribisch geplanten und beliebten J\u00e4gerausfl\u00fcgen mit Damen, den Kaffeenachmittagen f\u00fcr unsere Damen, Beteiligung an Pfarrfesten und der Nikolausfeier f\u00fcr die Kinder mit ihren Eltern.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.hammer-jaegercorps.de\/index.php\/geschichte\/\">Zur\u00fcck<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem am 08.05.1945 die bedingungslose Kapitulation der Reichsregierung in Kraft getreten war, lag halb Europa in Schutt und Asche. 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