St. Sebastianus J�ger Corps D�sseldorf-Hamm

Jägertour am 19.07.2009

Präsident und Vizepräsident hatten es übernommen, eine Tour de Ruhr im Ruhrgebiet zu organisieren. Am Sonntag machten sich 61 Personen mit einem Doppeldeckerbus auf die Reise, um in Duisburg am Rathaus am historischen Burgplatz ein Waterloo zu erleben. Ein inzwischen allseits gefürchteter Starkregen machte es unmöglich, die gebuchte Stadtführung in den Innenhafen zu beginnen.

Flugs wurde jedoch das Ganze in eine Stadtrundfahrt umgewandelt und einer der 3 Stadtführer auserkoren, um die wichtigsten Wehenswürdigkeiten der Stadt Duisburg zu erklären. Bequem und entspannt gewannen wir so einen viel umfassenderen Einblick in den einstigen „Brotkorb des Ruhrgebiets“, wie Duisburg wegen seiner vielen Getreidespeicher und Getreidemühlen genannt wurde.

Da sich das Wetter zunehmend aufhellte, hatten wir dann einen nahtlosen Übergang zur weißen Flotte. Hier erlebten wir an Bord der „Mercator“ den größten Binnenhafen Europas. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hatte jedoch auch dort bereits ihre Spuren hinterlassen, denn etliche Schiffe und Schubleichter waren eingemottet und warteten auf bessere Zeiten.

Mit diesen Eindrücken ging es in Duisburg weiter zum Brauereibesuch, wo im Brauhaus „Webster“ für die kulinarischen Genüsse gesorgt wurde. Das Brauhaus „Webster“ ist im alten Kolpinghaus untergebracht und bekannt für seine naturhefetrüben Biere. Aufgrund der großen Personenzahl wurde das gebuchte Bierseminar mit Brauereiführung und Zwickelprobe kurzerhand im Gastraum abgehalten. Das Bierseminar brachte die nicht unbekannte Erkenntnis, dass Bier mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen sehr gesund ist. Auch eine Zwickelprobe wurde gereicht. Es handelt sich nicht um einen Wadenzwickel, sondern um ein naturtrübes Bier, das nicht gefiltert wird.

2. Station der Ruhrgebietstour war dann ein Besuch der Zeche Zollverein Essen, als stählerner Zeuge einer vergangenen Epoche. Die Ende 1986 geschlossene Zeche galt einst als modernste und schönste Anlage der Welt mit einem Fördervolumen von täglich 12.000 Tonnen Steinkohle. Im Dezember 2001 wurde die gesamte Anlage samt der Kokerei von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.

Eine Führung durch die Übertageanlagen sowie die gezeigten technischen Anlagen und Werkzeuge sowie Bilder vermittelten einen anschaulichen Eindruck über die doch anfangs sehr harten Arbeitsbedingungen der Bergleute, auch wenn sich diese heute aufgrund des Einsatzes von Großmaschinen verbessert haben. Jetzt ist das 100 Hektar große Gelände mit seinen Anlagen ein Kulturzentrum mit vielen Erlebnisarten.

Ausklang der Tour war ein Besuch im nahe gelegenen und in einer ehemaligen Technikhalle untergebrachten „Cafe Zollverein“, dessen Umgebung und Ausstattung ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Gestärkt mit einem Buffet und Getränken und voll gepackt mit Informationen über den Wandel des Ruhrgebietes traten wir anschließend die Heimreise an.

Autor: H.P.