St. Sebastianus J�ger Corps D�sseldorf-Hamm

Rückblick

Schützenfest vom 02.09. bis 05.09.2017

Hamm war wieder gut gerüstet für das bevorstehende Schützenfest. Die Straßen waren mit Wimpelketten geschmückt und an den Häusern sorgten Fahnen und bunte Lampen für eine schöne Dekoration.


Nach einer 3-wöchigen Fackelbauzeit, die mehr von Geselligkeit als von Arbeit geprägt war, gab es Freitagabend beim Fackelrichtfest die Gelegenheit, den Fackelwagen zu besichtigen. Vom Vorsitzenden Josef Andree gab es lobende Worte an die Fackelbauer für ihren heftigen Endspurt und einen großen Dank an die Familien Leuchtenberg für ihre Gastfreundschaft während der Fackelbauzeit. Änni Leuchtenberg genoss das dreimalige musikalische Geburtstagsständchen, mit dem sie nachträglich zum Geburtstag beglückwünscht wurde. Für gute Stimmung sorgten die Musikkapelle Lothar Dreier und das Hammer Bundesfanfarencorps und nicht zuletzt die Getränkesponsoren Peter Cremer, Thomas Schiefer und Wolfgang van Betteray, der leider krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte. Die Essensverpflegung vom Grill wurde vom Kompaniekönig Markus Etz beigesteuert.

Viele Besucher und Hauspartys an den Straßenrändern zeigten am Samstagabend  das große Interesse am Hammer Fackelzug. Bei der Prämierung im Festzelt erreichte die Fackel des Jägercorps aufgrund eines technischen Defektes bei den beweglichen Figuren nur den 8. Platz.

Bei strahlend blauen Himmel begann das erste offizielle uniformierte Auftreten des Jägercorps am Sonntagmittag mit dem Antreten auf der Fährstraße, der Abholung der Vereinsfahne durch die Fahnengruppe und der anschließenden Totenehrung. Beim nachfolgenden Biwak hatten Gastgeber Major Rolf Schiefer und Ehefrau Ursula mit ihrem eingespielten Serviceteam alles im Griff, so dass sich die Anwesenden bestens aufgehoben fühlten. Nach dem Dank an die Gastgeber begrüßte Josef Andree die Ehrenmitglieder sowie die Musikchöre Tambourkorps Rheinklang Mündelheim, Musikkapelle ArDo und das Bundesfanfarencorps aus Hamm. Auch die Abordnung des Artilleriecorps Eckum und der amtierende Regimentskönig und seine Brudermeister fehlten nicht in der Begrüßungsansprache. Das Biwak beim Major ist traditionell der Ort, an dem die erfolgreichen Pfänderschützen des Kompaniekönigsschießens mit Orden ausgezeichnet werden. Zusätzlich bekam Kompaniekönig Markus Etz als äußeres Zeichen seiner Regentschaft die Kette umgehängt. Auch das Erscheinungsbild unseres Hauptmanns Willi Leuchtenberg wurde verschönert, in dem er als Zeichen seines Amtes mit einer neu angeschafften Hauptmannskette geschmückt wurde. Er versprach denn auch, die Kette in Ehren zu tragen. 

Einer der Höhepunkte des Schützenfestes war der große Festzug mit vielen Musikkapellen am Sonntagnachmittag. Vor der anschließenden Parade an der Kirche wurde das Regiment durch den König und die Brudermeister, den Bruderschaftsvorstand und einer Vielzahl von Ehrengästen abgenommen. 

Im Festzelt gab Schützenchef Willi Andree das Mikrofon an den Bezirksbundesmeister Karl-Wilhelm Hahnen weiter, damit dieser verdiente Schützen ehren konnte. Aus den Reihen des Jägercorps wurde Walter Hoppe für seine Verdienste um das Schützenwesen mit dem hohen Bruderschaftsorden ausgezeichnet. 

Die Jungschützen lieferten sich inzwischen spannende Schießduelle. Gegen seine Konkurrenten konnte sich Daniel Leuchtenberg aus der Jüko, der Sohn unseres Hauptmanns, als neuer Jungschützenkönig durchsetzen. Mit der Krönung des Jungschützenkönigs und seiner Königin Faye Billerbeck und einer kurzweiligen Playback-Show endete der offizielle Abend im Festzelt. 


Nach dem Antreten am Vereinslokal folgten wir am Montagmittag der Einladung unseres Hauptmanns zum Biwak. Auch dieser hatte mit Ehefrau Margret alles bestens vorbereitet, damit die Anwesenden gut beköstigt und mit Getränken versorgt wurden. Wie bereits beim Biwak am Sonntag, boten unsere Musikchöre Kostproben ihres musikalischen Könnens.
Ein herzliches Dankeschön unseres Vorsitzenden galt Willi und Margret Leuchtenberg für die viele Arbeit und Geduld mit uns. Änni Leuchtenberg übermittelte er als Queen Mum Glückwünsche zur Regentschaft ihres Enkels Daniel. Sie wurden nicht vergessen. Josef Andree gratulierte Heinrich und Marion Tappertzhofen zur gelungenen Biwak-Premiere am Sonntagnachmittag vor der Parade. Die beiden hätten einen perfekten Rahmen für eine kurze Pause geliefert und auch eine Tradition fortgeführt, die der Großvater Josef Tappertzhofen, unser verstorbener Ehrenmajor und Ehrenmitglied der Bruderschaft, mit der Ausrichtung des Biwaks begonnen hatte. Auf Anspielungen der Kameraden auf das bevorstehende Königsschießen reagierte Hauptmann Willi nur mit einem undurchdringlichen Lächeln. 

Nach dem Festzug mit Parade versammelte sich wieder eine große Menschentraube auf dem Festplatz, um am Schießstand das Königsschießen zu verfolgen. Im Gegensatz zum Vorjahr lag jedoch eine gewisse Gelassenheit über dem Platz. Pünktlich um 19.00 Uhr wurde die Platte freigegeben und nach einem zielsicheren Schuss ließ sich René Peltzer aus der Kompanie Heimattreue Hammer als neuer Regimentskönig feiern. Als Brudermeister werden ihm seine Vereinskameraden Andreas Hosten und Freddie Hilden zur Seite stehen.

Am Abend im Festzelt übernahm dann der 2. Chef Andreas Küpper die Aufgabe, die Kompaniekönigspaare aus den jeweiligen Vereinen zu begrüßen und zu ehren. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde das Jägercorps mit dem Kompaniekönig Markus Etz und Königin Annette als erstes Paar zur Ehrung auf den Thron gebeten. Die völlig überraschte Jägerfamilie trat dann mit etwas Verzögerung in Aktion, um mit den mitgebrachten Utensilien die beiden zu beglückwünschen. 


Mit dem Schützenhochamt in der Pfarrkirche und der Kranzniederlegung vor dem Ehrenmal begann am Dienstag der letzte Tag des Festes. Zum anschließenden Mittagessen aller Schützen war auch wieder der Altenklub Hamm eingeladen. Vor dem Mittagessen ist es Schützenchef Willi Andree wichtig, den langjährigen Mitgliedern in der Schützenbruderschaft Dank und Respekt für ihr Engagement abzustatten. Aus dem Jägercorps wurden geehrt Thomas Leuchten für 25-jährige Mitgliedschaft, Theo Fink, Willi Gierling, Willi Leuchtenberg sen. und Josef Hosten für 65-jährige Mitgliedschaft sowie Peter Burchartz für 70-jährige Mitgliedchaft.
 

Vor ihrem Tischgebet verblüffte und erheiterte die evangelische Pfarrerin Frauke Müller-Sterl die Anwesenden noch mit einem deftigen Spruch des Theologen Martin Luther: „Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz“. Wie die Pfarrerin sagte, waren die einfachen Menschen im Mittelalter unkompliziert und Luther hätte ihnen zugehört und Sprüche in die Welt gesetzt, über die man auch lachen dürfe. 

Nach der zweimaligen Parade vor der Kirche machten sich die Schützen bereit für den festlichen Höhepunkt des Abends. Im voll besetzten Festzelt wurde dann der Krönungsball mit dem großen Zapfenstreich eröffnet. Danach waren wieder Ordensverleihungen angesagt. Wenn am Schießstand geschossen wird, ist unser Major nicht zu bremsen. Tatsächlich war er wieder erfolgreich und wurde mit dem Orden für den rechten Flügel des Königsvogels dekoriert. Kaum hatte er Platz genommen und wegen der Wärme im Festzelt die Uniformjacke ausgezogen, kam der nächste Aufruf. Diesmal von Ratsherrn Johannes Esser, der im Auftrag des terminlich verhinderten Oberbürgermeisters Thomas Geisel Auszeichnungen verlieh. Zusammen mit zwei anderen Schützenkameraden erhielt Rolf Schiefer den Schützenorden der Stadt Düsseldorf.
Dem scheidenden Regimentskönigspaar und seinen Brudermeisterpaaren sah man noch die Freude über das erlebnisreiche Königsjahr an. Nach Übergabe der Insignien gratulierten die Festbesucher dem neuen Regimentskönigspaar René und Martina Peltzer und den beiden Brudermeisterpaaren Andreas und Nicole Hosten und Freddie und Margit Hilden mit stehenden Ovationen. Auch nach Mitternacht tummelten sich noch Gäste auf der Tanzfläche. Eine halbe Stunde vor Schluss hatte die spielfreudige Musikband Roland Brüggen die glorreiche Idee für eine Gaudi vor der Bühne. So ließ sie alle im Festzelt noch anwesenden Königspaare der Vereine in einer Reihe antreten und verkündete als Premiere, die erste Hammer Nachtparade. Schützen und Frauen paradierten dann in einer gemischten Formation dreimal um die Tanzfläche vor den gut gelaunten königlichen Majestäten. 


Ein Ausklang des Schützenfestes ohne das Rettichessen am Mittwoch ist im Grunde nicht denkbar. In seiner Begrüßung vor über 40 Gästen freute sich Josef Andree in der Person von Heinz-Peter und Lissy Reingen zwei gefunden zu haben, die diese alte Tradition fortführen. Nach den Festtagen sollte das Durstempfinden eigentlich weniger stark ausgeprägt sein. Aber angeregt durch den schmackhaften und herzhaften Rettich- und Radieschensalat mit Leberwurst und Schwarzbrot sah sich Heinz-Peter gezwungen, noch einmal nachzuordern. Auch der neue Regimentskönig und seine Brudermeister schauten kurz vorbei und ließen sich nochmals gratulieren. Mit einem herzlichen Dank an die Gastgeberfamilie ging ein schönes Schützenfest endgültig zu Ende.