St. Sebastianus J�ger Corps D�sseldorf-Hamm

Bericht über die Frühschoppen-Tour am Sonntag, dem 10. Juli 2016

Am 10. Juli 2016 fand unsere diesjährige Frühschoppen-Tour bei Kaiserwetter statt. Immerhin bereits die 3. Tour seit Wiedergründung unseres Jäger-Frühschoppens im Jahre 2012.Anders als im Vorjahr, als uns die Frühschoppen-Tour starke Nerven abverlangt und für so manchen Nervenkitzel gesorgt hatte, sollte es dieses Jahr wesentlich ruhiger, beschaulicher und gemütlicher vonstatten gehen.

Deshalb trafen sich zwischen etwa 10:30 Uhr und 10:55 Uhr 13 Jägerkameraden getreu dem Motto "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah" unterhalb der Pegeluhr vor den Kasematten am Düsseldorfer Altstadt-Rheinufer, um mit einem Schiff der "Weißen Flotte" nach Kaiserswerth zu fahren.

Bei den 13 Kameraden handelt es sich im einzelnen um:

- Jakob Boos
- Fritz Busch
- Christopher Drenkard
- Markus Etz
- Hans-Josef Franken
- Walter Hoppe
- Heinz Kirchner
- Willi Leuchtenberg (jun.)
- Heinz-Peter Plenkers
- Stephan Plenkers
- Peter Scheurenberg
- Rolf Schiefer
- Herbert Tomm

Ganz besonders sorgte unser lieber Shorty, unser langjähriger und altgedienter Fähnrich, unser jetziger "Fähnrich der Herzen", für viel gute Laune und Heiterkeit unter uns Stammtisch-Brüdern. In seiner unnachahmlichen Art hatte er sich unter anderem eine ganz spezielle Jägerweste übergezogen, einen ganz besonderen Jägerhut aufgesetzt, der u. a. mit vielen bunten Federn (auch in Schwarz, Rot, Gold), und diversen Kreuzen geschmückt ist. Selbstverständlich durfte auch seine eigenkreierte Kette, die ihn zweifelsfrei als "Fähnrich a. D. - i. R." ausweist, nicht fehlen; zudem hatte er sich mit Hilfe des Stiels einer Schuffelschüppe und einer Fahne in den Jägerfarben Grün-Weiß eine eigene "Jägerfahne" im Stile einer Prozessionsfahne gebastelt, die er sichtlich stolz mit sich führte. Auch seine unglaubliche Schlagfertigkeit und seine Fähigkeit nahezu ohne Unterlaß reden zu können, dabei "vom Hölzke op et Stöckske" zu kommen, führten immer wieder zu großer Erheiterung seiner ihn begleitenden Jäger-Kameraden. Er ist ein echtes Original, von denen es heute bedauerlicherweise nicht mehr allzu viele gibt. Es ist sehr schön, jemanden wie unseren lieben Shorty in unseren Reihen zu haben! 

So begaben wir uns gut gelaunt und bestens gestimmt an Bord, wobei wir uns oben auf dem Oberdeck niederließen, wo wir schön an der frischen Luft waren.

Mit gut 15 Minuten Verspätung stachen wir gegen 11:20 Uhr endlich in Fluß, legten wir also ab, und fuhren stromabwärts in Richtung Kaiserswerth. Wir fuhren mit der "Düssel", einem von 6 Schiffen der "Weißen Flotte" in Düsseldorf. Die Getränke an Bord waren großteils im Fahrpreis enthalten, weshalb wir ausgiebig überwiegend vom frischgezapften "Uerige Alt" oder von einem frisch vom Faß gezapften Pils Gebrauch machten.

Unterwegs begrüßte uns unser Frühschoppen-Präsident und Reiseleiter Markus Etz (Üpper) herzlich im Namen der "Interessengemeinschaft Brauchtum, Kultur und Tradition im Sankt-Sebastianus-Jäger-Corps Düsseldorf-Hamm von 1883 (IGBKT)". Ganz besonders begrüßte er unseren ebenfalls anwesenden Kompaniekönig Christopher. Auch richtete er herzliche Grüße unseres 2. Frühschoppen-Präsidenten Roman Krause aus, der sich leider zwei Tage zuvor einen Sprunggelenkbruch zugezogen hatte, weshalb ihm die fest geplante Teilnahme an der Frühschoppen-Tour bedauerlicherweise nicht mehr möglich war. Im Anschluß an die Begrüßungsworte unseres lieben Üpper stimmten wir stimmgewaltig erstmals auf unserer diesjährigen Frühschoppen-Tour das Jäger-Lied "Grün, ach Grün ..." an, womit wir auch den anderen Gästen auf dem Oberdeck ein wenig Kultur angedeihen ließen.

Um kurz nach 12 Uhr erreichten wir das herrliche Rheinufer von Kaiserswerth, wo wir an der dortigen Schiffsanlegestelle anlegten und sodann fröhlich gestimmt von Bord gingen. Über den "Kaiserswerther Markt" schlenderten wir zielstrebig der Gaststätte "Tonhalle" am "Klemensplatz" entgegen, wo wir etwa um 12:15 Uhr eintrafen, und von unserem Jäger-Präsidenten Josef Andree schon sehnsüchtig erwartet wurden. Unser lieber Josef war eigens mit dem Fahrrad von Hamm nach Kaiserswerth gefahren, da ihm aus beruflichen Gründen eine Teilnahme an der Schiffstour leider nicht möglich war. Umso lobenswerter ist es, daß er dann per Velo und mit Hilfe seiner eigenen Muskelkraft nach Kaiserswerth geradelt ist, um auch an unserer Frühschoppen-Tour teilzunehmen.

Etwas später gesellte sich dann Klaus Röckrath zu uns, der mit dem Wagen von seinem Geschäft auf der Tersteegenstraße extra nach Kaiserswerth gefahren war, um ebenfalls mit uns an der Frühschoppen-Tour teilzunehmen, was unser ausdrückliches Lob verdient.

Wir saßen im rückwärtigen, zum Klemensviertel gelegenen Teil des Biergartens der "Tonhalle". Ein fleißiger und flotter Köbes, der unseren lieben Walter bestens zu kennen scheint und umgekehrt auch, bediente uns sehr prompt. Jeder von uns konnte à la Carte essen, wobei sowohl die Kosten für die Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff als auch für das Essen von der dieses Jahr gut gefüllten Frühschoppen-Kasse für jeden von uns übernommen wurden. Lediglich die Getränke mußte jeder auf eigene Rechnung zahlen  sowie einen sehr moderaten Unkostenbeitrag von gerade einmal 10,-- Euro pro Person entrichten.

Als wir gerade mit dem Essen angefangen hatten, kam auch noch Heinz-Josef Konen mit seinem Fahrrad eigens aus Hamm angeradelt, um ebenfalls mit uns an der Frühschoppen-Tour teilzunehmen, was auch sehr löblich ist. Die erste Runde in der "Tonhalle" wurde traditionell auf Kosten unserer  Frühschoppen-Kasse gegeben, die unser Frühschoppen-Präsident lauthals mit einem dreifachen "Jäger Heil!" ansagte. Es folgten noch viele weitere Runden verschiedener Kameraden, die jedes Mal ordnungsgemäß von Üpper mit einem dreifachen "Jäger Heil!" laut und gut vernehmlich angesagt wurden. Auch stimmten wir in der "Tonhalle" selbstverständlich unser Jäger-Lied "Grün, ach Grün ..." zur Freude aller an.

Nach dem Essen und einem ausgedehnten Frühschoppen in der "Tonhalle" in sehr geselliger Runde, unternahmen wir noch eine Planwagenfahrt, die unser Stammtisch-Präsident als Überraschung für alle anderen auch noch festgemacht hatte. Auf der anderen Straßenseite im Bereich der Bushaltestelle am "Füchschen-Biergarten" wartete seit kurz vor halb vier bereits ein Treckerfahrer mit angehängtem Planwagen auf uns.

Heinz-Josef und Juppso traten unterdessen die Heimfahrt nach Hamm auf ihren Drahteseln an, während Klaus wieder ins Geschäft zurückfuhr, wo noch jede Menge Arbeit auf ihn wartete.

Um etwa 15:45 Uhr bestiegen wir den Planwagen, wobei unser lieber Walter am "Füchschen-Bierstand" noch 13 leckere Glas "Füchschen Alt" als Wegzehrung für uns organisierte, während unser lieber Stephan sich am Eisstand vom "Cafè Schuster" noch einen Becher Eis zur Stärkung für die Planwagenfahrt besorgte.Auch die Kosten für diese Fahrt wurden aus unserer Frühschoppen-Kasse übernommen.

Wir führen über die alte B 8 nach Wittlaer und von dort vorbei am "Aschlökske", einem bei Kennern sehr beliebten Ausflugslokal an der Grenze zwischen Wittlaer-Bockum und Serm, direkt am Rhein gelegen, nach Serm. Dort angekommen machten wir auf der Dorfstraße in der Wirtschaft "Schenke" eine kurze Rast. Das Alt, was es dort gab, schmeckte den meisten von uns allerdings nicht sonderlich, obwohl es eine schöne Schaumkrone aufwies. Es sollte zwar ein "Frankenheim Alt" sein, schmeckte aber eher nach einer undefinierbaren bierähnlichen Brühe, die unseren Geschmacksvorstellungen nicht entsprach.

Von Serm fuhren wir dann über die Bundesstraße 288 rechts ab Richtung Huckingen, von dort über die alte B 8 über Wittlaer wieder zurück nach Kaiserswerth. Selbstverständlich stimmten wir auch auf dem Planwagen unseren Jäger-Kulthit "Grün, ach Grün ..." stimmgewaltig an.
In Kaiserswerth angekommen hielt der Fahrer im Wendebereich des "Kaiserswerther Markt", nur wenige Meter vor einer dort alteingesessenen Eisdiele, was einige Kameraden dazu bewog, sich dort mit einem leckeren Eis zu versorgen. Mittlerweile war es etwa 17:30 Uhr und die gute Frau, die dort hinter der Eistheke, nach eigenenAngaben seit 9 Uhr, stand, hatte nicht mehr allzu viel Auswahl zu bieten. Lediglich das Schokoladeneis war noch reichlich vorhanden, manche Eissorten gänzlich ausverkauft, andere mußten mehr oder weniger mühsam zusammengekratzt werden, um damit noch eine Kugel Eis zustande zu bringen.

Unser lieber Fritz, der als erster in der Schlange vor dem Verkaufsschalter stand, fragte, nachdem er sein Eis erhalten hatte, ganz Kavalier der alten Schule, eine hinter ihm stehende, schüchtern wirkende, zierliche blonde junge Frau: "Willste mal lecken?", was diese sichtlich sehr verduzte und verlegen machte. Sie lehnte daher die freundlich gemeinte Offerte von unserem lieben Fritz kopfschüttelnd, dankend ab.

Da bis zur Rückfahrt, die planmäßig um 18:15 Uhr erfolgen sollte, noch etwas Zeit war, kehrten einige von uns in die Gaststätte "Einhorn" am "Kaiserswerther Markt" ein, um dort noch ein leckeres "Schlüssel Alt" zu trinken, während andere, nachdem sie ihr Eis gegessen hatten, auf Bänken auf der schönen Rheinuferpromenade von Kaiserswerth, unweit der Schiffsanlegestelle, Platz nahmen und die einsetzende Abendsonne genossen.

Um etwa 18:25 Uhr setzte sich dann das Schiff, es war wieder, wie auf der Hinfahrt, die "Düssel", in Bewegung. Die Besatzung des Schiffes war immer noch dieselbe wie am Morgen, so daß man schnell wieder vertraut war. Allerdings floß nunmehr das leckere "Uerige" nicht mehr so sehr in Strömen, und mehr und mehr Kameraden wechselten zu Getränken der nicht-alkoholischen Natur. Als wir das Gestade an der Düsseldorfer Altstadt erreichten und dort wieder anlegten, war es fast 19:45 Uhr. Ein ganz harter Kern um unseren lieben Walter wollte noch einen Absacker vor dem "Uerige" trinken, während unser lieber Willi, unser lieber Hanna und unser lieber Üpper sich nach Hamm zurückfahren ließen, wo sie im "Kapellchen", unserem Vereinslokal, noch zwei Absacker in nicht-alkoholischer Form zu sich nahmen, ehe sie um kurz vor 21 Uhr den Heimweg antraten. Die meisten anderen von uns traten direkt ab der Anlegestelle den Heimweg per Taxi an.

Damit neigte sich eine sehr schöne, harmonische und lustige Frühschoppen-Tour ihrem Ende zu. Es war wirklich eine rundum gelungene Tour, an der sich zudem mit insgesamt 16 Teilnehmern eine stattliche Anzahl an Jägerkameraden beteiligt hat, was sehr anerkennens- und lobenswert ist! Nur weiter so, liebe Kameraden!

Ganz besonders sollte auch noch erwähnt werden, daß mit unserem lieben Jakob (immerhin schon 81 Jahre alt) eines unserer ältesten Vereinsmitglieder, der auch regelmäßig mit Freude an unseren Frühschoppen teilnimmt, mit dabei war. Auch war es sehr schön, daß uns unser Kompaniekönig Christopher, gleichzeitig einer der Benjamine unseres Jäger-Corps`, mit seiner Teilnahme beehrt hat. Es war ebenso klasse, daß Juppso, Klaus und Heinz-Josef nach Kaiserswerth nachgekommen sind und uns dort "verstärkt" haben. Weiterhin war es schön und sehr anerkennenswert, daß sich mit Heinz, Klaus und Heinz-Josef drei Kameraden an unserer diesjährigen Frühschoppen-Tour beteiligt haben, die bislang unseren schönen und interessanten Jäger-Frühschoppen (leider) noch nicht aus eigener Anschauung erlebt haben.

Insgesamt haben sich Kameraden aus 5 Jäger-Zügen an der Tour beteiligt, war Alt und Jung dabei vertreten, was alles sehr erfreulich ist. Deshalb wäre es sehr schön und wünschenswert, wenn wir im nächsten Jahr auch wieder eine so schöne und erlebnisreiche Frühschoppen-Tour zustande bringen würden, und sich noch mehr Kameraden ein leuchtendes Beispiel an Jakob, Juppso, Heinz, Klaus und Heinz-Josef nehmen würden, sehr gerne auch zumindest einer der beiden Vereinschronisten!

Aus dem geschilderten Grunde konnte unser lieber Roman dieses Jahr leider nicht an der Frühschoppen-Tour teilnehmen, weshalb es mir oblag, den Bericht über die Frühschoppen-Tour zu verfassen, was sonst Roman in hervorragender Weise für uns macht.

Mit Jägergruß

Üpper

als Chronist der diesjährigen Frühschoppen-Tour der "Interessengemeinschaft Brauchtum, Kultur und Tradition im Sankt-Sebastianus-Jäger-Corps Düsseldorf-Hamm von 1883 (IGBKT)"